Gemeinsam Patienten optimal im Darmkrebszentrum behandeln

Dr. med. Martin Freitag, Leiter des Darmkrebs­zentrums und Chefarzt der Klinik für Chirurgie am Krankenhaus St. Joseph-Stift / Foto: © Ralf U. Heinrich
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Jede siebte Krebserkrankung in Deutschland betrifft den Darm. Darmkrebs ist ein komplexes Krankheitsbild, deshalb arbeiten im Darmkrebszentrum des St. Joseph-Stifts Experten verschiedener Fachrichtungen von der Diagnose bis zur Therapie zusammen.

Patienten profitieren von der Erfahrung und Kompetenz aller beteiligten Disziplinen. Sie können sich auf die hohe Qualität der Behandlung verlassen, da das 2015 von der Deutschen Krebs­gesell­schaft zertifizierte Darmkrebszentrum regelmäßig von externen Fachleuten überprüft wird.

Der Darm ist ein wichtiger Teil des menschlichen Ver­dauungs­apparates. Er besteht aus dem Dünndarm, Dickdarm und dem anschließenden Enddarm. Der Dickdarm interessiert Dr. med. Martin Freitag, Leiter des Darmkrebs­zentrums und Chefarzt der Klinik für Chirurgie am Krankenhaus St. Joseph-Stift, besonders: „Denn Dünn­darm­krebs ist eine Rarität. Fast zwei von drei Erkrankungen betreffen den Dickdarm, knapp eine von drei betrifft den Enddarm.“ Mit jährlich rund 200 Operationen am Darm, nicht bei allen handelt es sich um einen primären Tumor, gehören Martin Freitag und seine Kollegin Dr. med. Astrid Kallweit mit zu den erfahrensten Darmchirurgen in Dresden. Vor allem bei älteren Menschen wird Darmkrebs diagnostiziert, doch Martin Freitag hat im vergangenen Jahr auch sehr junge Patienten unter 30Jahren operiert. Neben dem Alter gelten eine genetische Ver­anlagung, Übergewicht und Rauchen als Risikofaktoren. Jeder Darmkrebstumor muss anders therapiert werden. Im Darmkrebszentrum arbeiten deshalb Chirurgen, Gastro­entero­logen, Radiologen, Pathologen, Strahlentherapeuten, Onko­logen und Physiotherapeuten aus der Klinik und dem niedergelassenen Bereich intensiv zusammen. Das Zertifikat der Deut­schen Krebshilfe für das Zentrum bestätigt die ausge­zeich­nete Expertise, die Qualität sowie den großen Erfah­rungs­schatz bei der Behandlung von Patienten mit Darmkrebs in dem eingespielten Netzwerk. Das überspannt die gesamte Versorgungs­kette von der Diagnose über die Therapie bis zur Nachsorge. Erfahrungen, Kompetenzen und Informationen werden geteilt. Dienstags um 13 Uhr sitzen Freitag und seine Kollegen aus den anderen Fachbereichen im Konferenzraum beim Tumorboard. Die Pathologen und Strahlentherapeuten des Universitätsklinikums Dresden, manchmal auch niedergelassene Mediziner werden per Videokonferenz dazu geschaltet. Gemeinsam legen sie für jeden einzelnen Patienten die beste Therapie nach dem neuesten Wissensstand fest. Ihre Ent­scheidungen werden dokumentiert, stehen danach allen beteiligten Medizinern und Pflegekräften in und außerhalb der Klinik für ihren jeweiligen Patienten zur Verfügung. Davon profitieren die Patienten, denn ihnen wird damit eine optimale und speziell an die jeweilige Situation angepasste Behand­lung auch nach dem Klinikaufenthalt ermöglicht. Schon vor der Behandlung nimmt sich Martin Freitag Zeit für die Patienten, die er außerhalb seiner Sprechstunde über die OP aufklärt. „Wir pflegen ein besonderes Miteinander zwischen Medizinern, der Schwesternschaft und den Patienten“, weiß der Chirurg. Das belegen auch Patientenumfragen der Techniker Krankenkasse, der Weißen Liste oder der Sächsi­schen Zeitung, bei denen das St. Joseph-Stift herausragende Plätze bei der Patientenzufriedenheit einnimmt.

KRANKENHAUS ST. JOSEPH-STIFT DRESDEN
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Klinik für Chirurgie
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Text: Birte Urban-Eicheler

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