Individuellere Behandlung durch E-Health

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Die Digitalisierung des Gesundheitswesens bietet große Chancen. Wir sprachen darüber mit Dr. Stefan Knupfer, Vorstand der AOK PLUS Sachsen.

Welche Potenziale sehen Sie in der Digitalisierung?

Digitalisierung hat sich in den letzten Monaten zu einem Modewort entwickelt. Sie ist aber natürlich kein Selbstzweck, sondern sollte stets ein klares Ziel verfolgen. Im Gesundheitswesen kann sie helfen, beispielsweise durch den Einsatz neuer Technologien und die Möglichkeit, große Daten­mengen zu verarbeiten, die Gesundheit der Menschen zu verbessern. Als AOK PLUS nutzen wir diese Potenziale, um unsere Versicherten zu unterstützen, ihr maximales, individuelles Gesundheitslevel zu erreichen. Wir bauen deshalb unsere digitalen Angebote kontinuierlich aus. Ein Beispiel ist unsere Online­Geschäftsstelle. Über 500.000 Versicherte nutzen sie bereits und die Nachfrage steigt stetig. Unter plus.meine.aok.de oder über die App Meine AOK können sie viele Angelegenheiten bequem von zu Hause oder unterwegs aus erledigen, zum Beispiel Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen „abgeben“ oder Erstattun­gen beantragen. Auch wer bisher den persönlichen Kontakt zur Filiale bevorzugt hat, konnte während der Pandemie die Vorteile der digitalen Kommunikation erleben. Die Online-Geschäfts­stelle ist auf jeden Fall der schnellste Draht zur AOK PLUS.

Seit dem 1. Januar 2021 müssen alle Krankenkassen ihren Versicherten kostenfrei eine Elektronische Patientenakte (ePA) zur Verfügung stellen. Welche Vorteile bietet sie?

Die ePA ist mehr als ein digitaler Aktenkoffer. Sie trägt bei regelmäßigem Befüllen zur Gesundheit und zu mehr Sicherheit der Menschen bei. Die hinterlegten Daten können genutzt werden, um Doppeluntersuchungen zu vermeiden und ermöglichen zugleich individuelle Präventionsempfehlun­gen. Ziel ist nicht der gläserne Patient, sondern eine maßgeschneiderte Behandlung. Jetzt geht es darum, schrittweise die Leistungserbringer anzubinden. Mit jeder Arztpraxis und jeder Klinik, die dazukommen, wird die Patientenakte interessanter und nutzwertiger für unsere Versicherten.

Wie wird sie bisher von den AOK-PLUS-Versicherten genutzt?

Die Einführung der ePA war ein Meilenstein für die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Ende Juni hatten sich 1.710 Versicherte der AOK PLUS für die ePA-Nutzung registriert. Die Nutzung ist natürlich freiwillig. Allein die Ver­sicherten entscheiden, was mit ihren Daten geschieht, welche gespeichert und welche wieder gelöscht werden. Über die App „AOK Mein Leben“ können sie ihre elektronische Akte verwalten und perspektivisch von weiteren nützlichen Funktionen profitieren.

Welche Wünsche haben Sie in Bezug auf die Digitalisie­rung?

Ich wünsche mir, dass die Menschen die Chancen der Digitalisierung erkennen. Alle Versicherten sollten selbst über die Nutzung ihrer persönlichen Gesundheits- und Krankheitsdaten entscheiden. Diese Daten könnten wir zielgerichtet nutzen, um beispielsweise unseren Kunden individuelle Angebote für ihre Gesundheit zu unterbreiten. E-Health-Anwendungen sollten fest im Gesundheitsmarkt verankert werden. Nur wenn die Menschen digitale Angebote kennen und nutzen, werden diese ihren Mehrwert entfalten.

www.plus.aok.de

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