Rekonditionierung für mehr Beweglichkeit

Der Zuspruch für Lavida ist riesengroß. Das von Tobias Jantsch entwickelte Kon­­zept der Rekon­ditio­­nie­rung hat be­­reits bei vielen Men­schen mit Schmerzen in Ge­lenken und Wirbelk­örpern geholfen. Auch wir be­richteten bereits in der Jubi­läums­aus­gabe über die erstaunlichen Er­geb­nis­se. Hin­ter den Erfolgs­geschichten steckt die Philoso­phie, dass zuerst die Schmerzursa­chen gefunden und nicht die Symptome be­kämpft werden müssen.

Bei der sogenannten Rekonditionierung muss man den Schmerz zunächst auch erstmal zulassen. Die monotonen Bewegungs­mus­ter aus dem Alltag müssen durchbrochen und muskuläre Dysbalancen aufgelöst werden. Oft treten dabei Heilungsverläufe in Rekordzeit auf. Operationen können vermieden werden. Dafür ist Teamarbeit gefragt. Am Hauptstandort in Kamenz begrüßt ein interdisziplinär arbeitendes Team Menschen aller Altersgruppen zum Fitness-, aber auch zum mentalen und psychologischen Trai­ning sowie zur Ernährungs­beratung. Inzwischen haben sich die Erfolgsgeschichten herumgesprochen. Immer häufiger wird Tobias Jantsch zu Vorträgen eingeladen und auch immer mehr Ärzte lassen sich von ihm das Konzept erklären. Die Nachfrage ist so groß, dass sich Lavida über kurz oder lang erweitern muss. Nun steht am 1. November 2018 die Eröffnung eines neuen Studios in Dresden an. Wir sprachen mit Tobias Jantsch, der Ernährungs­beraterin Renata Sevcikova und der Osteopathin Amrie Hartmann über den neuen Standort und das Erfolgsrezept von Lavida.

Was war die Motivation dahinter, auch in Dresden eine Filiale zu eröffnen?

Tobias Jantsch: Der Schritt nach Dresden war eine logische Konsequenz. Zehn Prozent der Kunden in Kamenz kamen bereits aus Dresden zu uns. Zudem wollen wir als Marke mit unserem Konzept der Rekonditionierung einfach auch in der sächsischen Hauptstadt präsent sein. Dank der Vermittlung eines zufriedenen Kunden haben wir ein richtig schönes Objekt gefunden. In direkter Nachbarschaft zum Waldpark verfügen wir auf zwei Etagen über perfekt auf unsere Bedürfnisse zurechtgeschnittene Räumlich­keiten. An den Wandflächen dominiert Glas, was wiederum bedeutet, dass wir unseren Kunden viel Licht bieten können. Dank unserer Belüftungs­anlage können wir die Temperatur stets konstant halten und optimale Trainingsbedingungen ohne die für Fitness­studios sonst so typische Geruchsbeeinträchtigung bieten.

Amrie Hartmann: Die Umgebung ist einfach ideal für uns. Das historische Wohnviertel in Dresden-Blasewitz bietet durch die naturnahe und ruhige Lage optimale Möglichkeiten für Körper und Geist. Bei uns kann man wirklich Ruhe und Zufriedenheit finden.

Renata Sevcikova: Ich freue mich in Dresden besonders auf die zentrale Küche, zumal ich in unserem interdisziplinär besetzten

Team für die Ernährungsberatung zuständig bin. Mit der Aus­stattung im neuen Zentrum kann ich den Kunden noch besser erklären, warum es zu den essenziellen Bausteinen für ein besseres Körpergefühl gehört, die Ernährung umzustellen. Dabei gehen wir nach und nach vor. Die Ernährung spielt unter anderem bei chronischen Schmerzbildern, Entzündungen und so­genannten Immunkrankheiten eine erhebliche Rolle. Zudem können wir in den neuen Räumlichkeiten zusätzlich auch Koch­­kurse anbieten, ein Bonus gegenüber Kamenz.

Am neuen Dresdner Standort gibt es allerdings weniger Platz als in Kamenz. Warum?

Tobias Jantsch: Die Platzverknappung ist eine bewusste Ent­scheidung. 200 m² auf drei Ebenen bieten Raum für die Behand­lung von nicht mehr als 100 Mitgliedern. Wir wollen eben keine Massenabfertigung wie bei so vielen Wettbewerbern. Statt­des­sen zielen wir eher auf mehrere kleinere Standorte ab. Warum nicht in jedem Stadtviertel ein Lavida-Studio? Wer zu uns kommt, soll sich wie zuhause fühlen. Wir wollen ein familiäres Flair bieten und vor allem den Kunden aus dem näheren Umfeld als Anlaufpunkt dienen.

Renata Sevcikova: Das ist es auch, was ich so sehr an Lavida schätze. Ich habe beruflich bereits bei großen Fitnessstudios Erfahrun­gen gesammelt. Dort war eine individuelle Betreuung überhaupt nicht möglich. Mir wurde es teilweise sogar regelrecht verboten, den Kunden gezielt Hilfestellungen zu geben. Das sind zwei völlig verschiedene Welten. Bei Lavida hingegen exis­tiert eine ganz andere Kultur. Wir wollen den Kunden wirklich helfen. Dafür bekommt man natürlich große Dankbarkeit zurück.

Beim Equipment setzen Sie fast komplett auf die Geräte der Firma WaterRower. Was begeistert Sie an den Produkten der Firma aus Nordhorn?

Tobias Jantsch: Die Geräte sind aus vielerlei Gründen einmalig. Sie brauchen keinen Strom und funktionieren meist allein auf der Grundlage des Prinzips der Wasserverdrängung. Dadurch passen sie sich wiederum perfekt an die Kraftaufbringung der Trainieren­den an. Auch psychologisch gesehen ist Holz um ein Vielfaches besser als Eisen. Es ist nicht kalt, strahlt Ruhe und Wärme aus, ja sogar Lebendigkeit. Zudem fallen die typischen Knallgeräusche konventioneller Fitnessgeräte weg. Trotzdem muss man nicht auf digita­le Annehmlichkeiten verzichten. Eine mit dem Gerät verbundene App, welche die Kunden sich herunterladen können, zeigt die Leistung der Trainierenden direkt an. Einzigartig ist natürlich auch das Design. Das Holz verströmt nun einmal eine warme Aura, eine angenehme Atmosphäre, die wir in unseren Zentren ohnehin zu etablieren versuchen. Das kommt an. Die Kunden/Patienten identifizieren sich damit.

Auch in Kamenz gibt es Neuerungen. Sie haben einen neuen Raum zum Trainieren hinzubekommen…

Tobias Jantsch: Ja, denn wir hatten einfach ein Platzproblem. Nun ist es uns möglich, mehrere Kunden gleichzeitig zu behandeln. Inzwischen kümmern sich vier Trainer in unserem 4/1-Prinzip einer Kleingruppe oder bei der individuellen Eins-zu-eins-Rekon­di­tio­nierung um bis zu 200 Kunden. Da müssen wir auch weiterhin vorhandene Potenziale ausschöpfen. Zum Ende dieses Jahres werden wir weitere 120 m² Trainings- & Therapiefläche, welche sich im Bau befindet, in Kamenz eröffnen.

Was genau macht denn Ihren Trainingsansatz aus? Rekondi­tio­­nierung ist ein Schlagwort, das immer wieder fällt.

Tobias Jantsch: Dahinter steckt ein einfaches Prinzip: Die angeborenen, richtigen Bewegungsmuster müssen wieder hervorgeholt werden. Das ist ein Prozess, bei dem man den Schmerz erst einmal annehmen muss, bevor man ihn abstellen kann. Unser Körper ist nicht für monotone und immer gleiche Bewegungs­muster ge­macht. Dadurch entstehen muskuläre Dysbalancen. Die Mus­keln verkürzen und werden aus ihrem ursprünglichen Funktions­zusammenhang gerissen. Es ist auch ein absoluter Irrglaube, dass man sich bei Schmerzen hinlegen soll. Unsere Muskulatur braucht die richtige Bewegung. Bewegung ist der zentrale Stimulus für das Leben. Mein Ziel ist es, die Menschen über ihren Körper aufzuklären, damit sich ihre Lebensqualität verbessert. Dafür wünsche ich mir, dass die Patienten mir ihr Vertrauen schenken und offen kommunizieren. Von Arthrose über Band­schei­ben­vorfälle (die alle operiert werden sollten!) bis hin zu Wirbelkanalstenosen oder Tennis­ellenbogen konnten wir bereits vielfach beweisen, das unser Konzept aufgeht. Es ist eigentlich ganz einfach – wir müssen nur auf unseren Körper hören und ihn achten. Wenn wir das tun, belohnt er uns mit gesteigerter Lebens­­qualität.                             

Lavida Fitness Tobias Jantsch GmbH

Zentrum für Gelenk- & Wirbelsäulenrekonditionierung

Loschwitzer Straße 29a, 01309 Dresden, Telefon: 0172 346 14 94

www.lavida-kamenz.de

Redaktion: Philipp Demankowski

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