Wenn Hören zur OhrCouture wird
Im Gespräch mit Bertram Riedel, Hörgeräteakustikermeister und Inhaber des Hörstudios Riedel
Über neun Millionen Menschen in Deutschland haben einen bestätigten Hörverlust – doch nur ein Drittel nutzt Hörsysteme. Bertram Riedel, Hörgeräteakustikermeister und Inhaber des Hörstudios Riedel, möchte deshalb einen neuen Akzent setzen. Mit der Audioperle haben er und sein Team ein Hörsystem entwickelt, das aussieht wie ein eleganter Ohrschmuck. Seine Vision: Mode kann Hörsysteme entstigmatisieren. Mit zwei Standorten in Dresden, in der Dinglinger Straße 14 und seit November 2025 auf der Poststraße 8, beweist das Hörstudio Riedel: Besser hören, verstehen und aussehen schließen sich nicht aus.
Top: Herr Riedel, Sie sind mit dem Hörstudio seit über 30 Jahren am Markt. Was zeichnet Ihr Familienunternehmen aus?
Bertram Riedel: Als Familienunternehmen mit eingespieltem Team schaffen wir eine vertraute Atmosphäre für eine langfristige Kundenbindung. Wir arbeiten herstellerunabhängig mit allen Anbietern. Dadurch können wir topaktuelle Lösungen je nach Höranspruch, Ästhetikwünschen und Preisvorstellungen anbieten. Durch ein Probetragen finden wir die jeweils optimale Variante für unsere Kundschaft. Als Besonderheit bieten wir verschiedene Hörschmucklösungen für Damen und eine spezielle Hörbrille für Herren. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Hörtherapie. Wenn Kunden Probleme mit der Hörverarbeitung haben und trotz Hörsystemen in lauten Umgebungen schlecht verstehen, können wir mit der clever fox Hörtherapie eine Unterstützung anbieten.
Top: Sie sprechen von Entstigmatisierung. Warum ist das wichtig?
Bertram Riedel: Menschen warten im Durchschnitt sieben Jahre, nachdem sie ihren Hörverlust bemerken, bis sie ein Hörsystem nutzen. Das ist fatal, denn je länger man wartet, desto mehr kann sich die Hörverarbeitung im Gehirn verändern. Wir möchten durch Design ein anderes Image schaffen – deshalb nennen wir es Ohr-Couture. Mode kann entstigmatisieren, das haben wir bei der Brille gesehen. Diesen Ansatz übertragen wir auf Hörsysteme, damit man sich früher für ein Hörsystem entscheidet.
Top: Wie kam es zur Entwicklung der Audioperle?
Bertram Riedel: Wir beschäftigen uns bereits seit 2010 mit Hörschmuck. Damals haben wir mit der Dresdner Schmuck-Designerin Sandra Coym EORA erfunden, einen wechselbaren Hörschmuck, den wir weiter entwickelt und 2019 das Patent an ein österreichisches Unternehmen verkauft haben. Unsere Kundinnen wünschten sich aber immer eine kleinere Variante, speziell als Stecker für den sicheren Halt. Die Herausforderung war, ein klassisches Design zu entwickeln, und das ist aus unserer Sicht die Perle. Dank technischer Weiterentwicklung können wir heute Technik in diese winzige Form integrieren, was vor zehn Jahren noch nicht möglich war.
Top: Was macht die Audioperle besonders?
Bertram Riedel: Sie ist in verschiedenen Größen und in individuellen Farbwünschen erhältlich. Jede Audioperle wird für jede Trägerin individuell angefertigt. Der Gehörgang bleibt nahezu frei. Es ist eine offene Hörsystemversorgung für leicht- bis mittelgradige Hörveränderungen. Das Besondere: Die Dame trägt nichts hinter dem Ohr, sondern einen Schmuck, der sich mit allem kombinieren lässt und durch den Stecker einen sicheren Halt bietet. Wir sprechen von Kommunikationsschmuck. Schmuck, mit dem man leichter Sprache versteht.
Top: Neben der Audioperle bieten Sie noch weitere Hörschmuck-Lösungen?
Bertram Riedel: Ja, wir bieten EORA Hörschmuck an – ein wechselbarer Hörschmuck als Clip oder Steckervariante. Dazu passend gibt es Ringe und Ketten, die den Hörschmuck komplettieren. Außerdem eine Audiobrille. Dahinter verbirgt sich eine Brille, bei der das Hinterohrsystem komplett im Brillenbügel verschwindet und flexibel herausgenommen werden kann. Das greift ebenfalls das Thema Mode auf und bietet eine diskrete Lösung. Wichtig ist uns bei allen Lösungen die Authentizität: Wir arbeiten bei der Darstellung von audiopearl mit echten Kundinnen zusammen. Bei unserer Anzeige zur Audioperle wird eine unserer Kundinnen gezeigt, die den Schmuck bereits trägt und in allen anspruchsvollen Hörsituationen sehr gut zurechtkommt.

Hörstudio Riedel
Dinglingerstrasse 14, 01307 Dresden
T 0351 81 06 02 80
Poststrasse 8, 01159 Dresden
T 0351 41 79 77 07
www.hoerstudio-riedel.de
Redaktion: Katrin Schindler

